include "menue.inc"; ?>
// ### Content ############ echo'
Konzeption zur Kindertagespflege in meiner privaten Einrichtung
Diese Konzeption stellt eine schriftliche Aufstellung aller inhaltlichen Punkte dar, die für die
Eltern, für mich als Tagespflegeperson und das Pflegekind wichtig sind.
Hier soll man erkennen, wie bei mir gearbeitet wird. Dargestellt werden bei mir keine Theorien
sondern alles stammt aus meiner langjährigen Praxiserfahrung.
Teile meiner Konzeption werden sicher im Laufe der Zeit überarbeitet; es gibt immer wieder
Situationen und Neuerungen, die in die Konzeption neu aufgenommen oder verändert werden.
Im Folgenden möchte ich meine Konzeption näher vorstellen:
- Lebenssituation / Familienstruktur
- Rahmenbedingungen
- Ziele der pädagogischen Arbeit
- Gesundheits- und Ernährungsgestaltung für das Kind
- Exemplarischer Tagesablauf
- Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern
- Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen
Lebenssituation/Familienstruktur:
Mein Name ist Karin Bredies, ich bin 54 Jahre alt und evangelisch. Geboren wurde ich in Solingen und bin
dort auch in den Kindergarten und die Schule gegangen. Aufgewachsen bin ich in einer eher ländlichen
Umgebung mit verschiedenen Tieren. Hierzu zählten u.a. Katzen und Ponys. Mit den Kindern aus der
Nachbarschaft hatte ich intensiven Kontakt. Jede freie Minute wurde zum Spielen genutzt.
Zu meinem großen Bedauern bin ich ein Einzelkind geblieben.
Nach Abschluss der Schule begann ich eine Lehre zur Textilverkäuferin. Diese schloss ich nach 2 Jahren
erfolgreich ab.
Nach mehreren Jahren im Berufsleben lernte ich meinen Mann, Hans Bredies, kennen.
Weitere persönlichen Daten, wenn gewünscht:
Unsere Eigentumswohnung ist ca. 81 qm groß und hat ein kindgerecht eingerichtetes Kinderzimmer
(ca.13 qm). Die Spielsachen werden dem Alter der Tagespflegekinder angepasst. Ein Kinderbett und ein
Wickeltisch sind natürlich auch vorhanden.
In der Küche (ca. 7 qm) ist Platz für max. 2 Kinderhochstühle und 2 normale Stühle mit
einem Tisch. Hier werden die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen.
Im Schlafzimmer (ca. 15 qm) steht ein Kinderreisebett.
Das Gäste-WC wird zum Händewaschen und Zähneputzen genutzt. Wenn die Kinder das
entsprechende Alter haben, wird hier auch die Sauberkeitserziehung durchgeführt.
Außerdem gehören zu unserem Haushalt noch 2 Katzen, die auf die Namen Alena und Joshua
hören. Sie sind 14 bzw. 13 Jahre alt und kindererfahren.
Mein Mann ist 58 Jahre alt und Beamter. Er ist Früh-Pensionär und zu Hause.
Betonen möchte ich noch, dass wir ein reiner Nichtraucherhaushalt sind.
Im Außenbereich neben dem Haus stehen ein Sandkasten und ein Schaukelgerüst zur Verfügung.
Zusätzlich kann auf der Wiese herumgetobt werden. Im Sommer stelle ich bei Bedarf auch ein
Schwimmbecken auf.
Wir wohnen in einer ruhigen Anliegerstraße die als Sackgasse endet. Ein großer Pferdestall mit
entsprechenden Wiesen ist in Sichtweite.
Rahmenbedingungen:
Meine Wohnung befindet sich in der Oskar-Erbslöh-Str. 26b, unweit des Jugendzentrums und der
LTV-Sportanlage.
Ich nehme maximal 2 Kinder gleichzeitig auf. Das Mindestalter sollte ungefähr 8 Monate sein. Wenn es
irgendwie machbar ist, versuche ich, 2 Kinder etwa gleichen Alters zu bekommen.
Meine Betreuungszeiten sind in der Regel montags bis freitags, von 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Abweichungen
hiervon sind nach Absprache natürlich möglich.
Meine Bezahlung richtet sich an den Sätzen des Jugendamtes aus.
Die Eltern(Mutter) zahlen entsprechen ihrer Einkommensverhältnisse einen Beitrag an das Jugendamt und das
Jugendamt übernimmt eine festgesetzte Bezahlung an mich.
Bevor eine feste Betreuung vereinbart wird, ist eine 2-4 wöchige Eingewöhnung sinnvoll, damit
jeder feststellen kann, ob alles passt.
Ziele der pädagogischen Arbeit:
Wert lege ich besonders darauf, dem Kind altersgerechte Grundwerte zu vermitteln durch Förderung der
Persönlichkeit und der ganzheitlichen Entwicklung.
Um dies durchzuführen, muss auf jedes Kind speziell eingegangen werden, da die
Entwicklungsgeschwindigkeit individuell sehr unterschiedlich sein kann.
Seit Januar 2009 nehme ich an einem Montessori- Kurs teil (80 Unterrichtsstunden), den ich im Juni 09
beendet hatte.
Die hier gewonnenen Erkenntnisse lasse ich in die Erziehung meiner Tageskinder einfliessen.
Im Jahr 2010 habe ich u.a. an einem Emmi Pikler-Lehrgang (80 Std.) teilgenommen. Zu diesem Thema werde ich weitere Kurse belegen.
Jedem Alter sind erfahrungsgemäß gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten zuzuordnen, an denen die
Entwicklungsschritte erkannt werden können.
Im Folgenden will ich etwas näher auf diese Punkte eingehen.
Ein normaler Verlauf der Entwicklung sollte dann so aussehen:
Die Kinder hole ich entwicklungsmässig dort ab, wo sie stehen.
Beispiel: Ein Kind, 10 Monate, nimmt einen Gegenstand in die Hand und stellt ihn auf eine erhöhte Position und nimmt es auch wieder herab.
Das mehrmals. Somit achte ich darauf, dass ich entsprechende Erhöhungen dem Kind zur Verfügung stelle.
Bereits bei der morgendlichen Ankunft eines 6 bis 12 Monate alten Kindes findet es altersentsprechendes Spielzeug vor.
Zum Begreifen, Bewegen und Betrachten ist von allem etwas vorhanden. Da Kinder in dem Alter fast alles zum „Befühlen“ in den Mund stecken, achte ich darauf,
dass die Teile möglichst ungiftig und nicht verschluckbar sind.
Ausserdem habe ich eine „Wühlkiste“ mit allgemeinen Alltagsgegenständen, wie z.B. Schüssel, Bälle, Korken, Kochlöffel usw.
„Bewegen“ und „Begreifen“ sind in diesem Alter für die Sinnesentwicklung sehr wichtig. Speziell für die Bewegung setze ich die „Krabbelkiste“ (siehe Fotoschau auf der Startseite) ein.
Auch die Treppe an meiner Wickelkommode hilft dabei. Wenn gewünscht, gehen wir auch zum „Pampersturnen“.
Zur spielerischen Förderung der Sprache achte ich sehr auf regelmässiges Singen, Fingerspiele und Buch anschauen mit vorlesen.
Kinder haben in diesem Alter einen ausgeprägten Sinn für wiederkehrende Rituale und deswegen wird zu bestimmten Situationen, z.B. scheint die Sonne, machen wir ein Fingerspiel über die Sonne
vor dem Rausgehen. Zum Mittagessen, Zähneputzen und Schlafengehen wird ein Lied gesungen.
Zur weiteren Sozialisierung besuchen wir möglichst regelmässig eine Kollegin, auch gehen wir, wenn gewünscht, in eine AWO- Kindergruppe (montags).
Ab einem Alter von 2 Jahren kann das Kind eine Gruppe besuchen bei der es alleine mit den anderen Kindern ist (mit einer Betreuerin).
Damit die beiden Kinder, die ich betreue, möglichst viel miteinander anfangen können, achte ich darauf, dass die Kinder mit ihrem Alter nicht zu weit auseinander sind.
Die Kinder sollen bei mir viel Spass und Freude haben und sich geborgen fühlen.
Denn nur ein Kind, das sich geborgen fühlt, ist auch bereit und in der Lage, Neuem aufgeschlossen gegenüberzustehen.
Gesundheits- und Ernährungsgestaltung
Zur Gesundheitsgestaltung gehört bei mir grundsätzlich die Frage an die Eltern, ob Erkrankungen
oder Allergien vorliegen. Welche Massnahmen sind in solchen Fällen zu ergreifen? Ich lasse mir immer
Name, Anschrift und Tel.-Nr. des behandelnden Kinderarztes geben. Sollen Medikamente gegeben werden,
brauche ich die schriftliche Genehmigung der Eltern und die geschriebene Dosierung vom Kinderarzt.
Es ist mir auch wichtig, eine Anamnese des Kinderarztes in Händen zu haben, dann kann ich einiges selber
erklären und verstehen und eventuell vorbeugen.
Zum allgemeinen Umgang mit dem Kind gehört bei mir, dass ich mit ihnen bei jeder Witterung nach
draussen gehe, um sie entsprechend anzupassen. Eine dem Wetter angemessene Kleidung ist natürlich
selbstverständlich.
Bei der Ernährung gilt auch die erste Frage nach den Unverträglichkeiten auf bestimmte
Nahrungsmittel und evtl. Allergien (das würde die Anamnese erklären). Auch gilt es zu klären, welche
Wünsche die Eltern bei der Essensgabe haben, z.B. vegetarisch, kein Schweinefleisch o.ä.
Ich selbst achte darauf, möglichst viele Produkte aus biologisch erzeugter Herkunft zu bekommen. Die
Mahlzeiten werden dann täglich altersgerecht zubereitet.
Exemplarischer Tagesablauf
Bringzeit zwischen 07:00 und 08:30 Uhr.
Hierzu gehört ein Abschiedsritual (Winken).
Frühstück zwischen 08:00 und 08:45 Uhr.
Hierzu ein Ritual: Den Tag mit einem Lied begrüßen.
Freies Spielen von 08:45 bis 09:30 Uhr.
Als Ritual wird vor dem Spielen gemeinsam ein Buch angeschaut.
Zwischen 09:30 und 10:00 wird neu gewickelt und eine Zwischenmahlzeit eingenommen (Obst oder Joghurt).
Von 10:00 bis 10:30 Uhr wird einmal pro Woche mit altersgerechten Musikinstrumenten experimentiert. Vorher
wird als Ritual von mir ein Lied angestimmt.
Ansonsten ziehen wir uns ab 10.00 Uhr gemeinsam an, um nach draussen zu gehen. Ziel und Umfang machen wir
dann vom Wetter abhängig.
Ab ca. 12:00 Uhr Windeln wechseln und gemeinsames Mittagessen. Als Ritual wird ein Essensspruch aufgesagt.
Um 12:30 Uhr werden die vorhandenen Zähne geputzt.
Ab 12:45 Uhr wird die Mittagsruhe eingeläutet. Als Ritual ein Fingerspiel oder Lied
(altersabhängig).
Um 14:50 Uhr wird geweckt, Windel gewechselt und angezogen. Hinweis darauf, dass gleich die Mama kommt.
Danach warten auf die Mütter. Ritual hierzu: Beim Klingeln gemeinsam auf den Türöffner
drücken.
Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern:
Das Ziel bei der Zusammenarbeit mit den Eltern ist, dass alle immer den gleichen Wissensstand haben sollen.
Das heisst, beim Bringen und Abholen werden jeweils die Neuigkeiten ausgetauscht, die sich als
erwähnenswert ergeben haben (z.B. wie die Nacht war, der Tag, Krankheitsanzeichen,
Entwicklungsänderungen).
Wichtig ist mir auch, bestimmte Rituale einzuhalten. Hier gehören insbesondere Ostern, Nikolaus und
Weihnachten dazu. Bei diesen Feiern bei mir sind dann alle zusammen und es kann sich zwanglos über
alles unterhalten werden, was die Betreuung und Förderung des Pflegekindes betrifft.
Auch gehört zu der Form der Zusammenarbeit dazu, dass bei Konflikten diese angesprochen und
möglichst gemeinsam zur Zufriedenheit aller gelöst werden.
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen:
Grundsätzlich betreue ich nur Kinder, die beim Jugendamt angemeldet werden. Hierüber laufen auch
sämtliche Formalitäten, sodass immer eine zeitnahe Kommunikation stattfinden kann.
Desweiteren stehe ich in Kontakt mit dem Familienzentrum. Hier besuche ich auch angebotene
Weiterbildungsmassnahmen.
Einmal im Monat besuche ich eine Zusammenkunft von Tagesmüttern, die im ev. Kindergarten der Stadt
Leichlingen stattfindet.
Von unserem Jugendamt wird in Verbindung mit "Kibiz" vorgegeben, dass jede Tagesmutter 20
Weiterbildunsstunden pro Jahr nachweisen muss. Diese habe ich für 2009 bereits erfüllt.
Jeden Montagvormittag besuche ich mit meinen Tagespflegekindern eine Mutter-Kind-Gruppe für 1-3
jährige bei der AWO.
Mittwochvormittag gehe ich mit einem Kind zum "Pampersturnen" (Förderung der
frühkindlichen Bewegungsfreude).
Wenn die Eltern einverstanden sind, biete ich an, das Kind in eine betreute Gruppe für Kleinkinder zu
bringen. Dies macht aber erst Sinn, wenn das Kind ca. 2 Jahre alt ist. Das wäre dann ein Schritt zur
Vorstufe zum Kindergarten(Sozialisierung).
|